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Zukunftsprojekte Smart Grid und Smart Metering auf der GET Nord

Meldung vom

GET Nord 2012, Fachmesse Elektro, Sanitär, Heizung, Klima - Donnerstag, 22.11. bis Samstag, 24.11.2012

Zwei eng verbundene Technologie-Konzepte werden in den kommenden Jahren die Energieversorgung erheblich effektiver machen, den Verbrauchern beim Sparen helfen und zur Schonung der Umwelt beitragen: Es ist das intelligente Energienetz, das sogenannte Smart Grid, und es sind die intelligenten Erfassungs- und Abrechnungssysteme, das Smart Metering. Auf der GET Nord, der Fachmesse für Elektro, Sanitär, Heizung, Klima, die vom 22. bis 24. November 2012 auf dem Hamburger Messegelände stattfinden wird, werden Unternehmen Komponenten und Komplettlösungen präsentieren sowie fundierte Beratungen anbieten – vom intelligenten Stromzähler über Abrechnungssoftware bis zur Elektromobilität.

Noch muss der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen im Energiewirtschaftsgesetz anpassen. Denn beim Smart Metering tauchen Zielkonflikte auf. Einerseits müssen Verbrauchsdaten, Mengen und Zeiträume erfasst werden, um präzise und individuell abrechnen zu können, andererseits sollen diese Daten auch keine Rückschlüsse auf Konsumverhalten und Lebenswandel zulassen, indem beispielsweise aus dem Lastgang eines Plasmafernsehers gefolgert werden kann, wie lange der Fernseher eingeschaltet war und vielleicht sogar, welche Sendungen bevorzugt wurden.

Eine Vielzahl von Kunden, die genaue und somit belastbarere Verbrauchsdaten liefern, sind die Basis für das Smart Grid. „Im Labor funktioniert es bereits, wir müssen nur noch wissen, was die Kunden wünschen“, erklärt Jari Grünig, Mitarbeiter im Produktportfolio-Management des Versorgers Vattenfall. Denn ein Smart Grid hat nicht allein das Ziel Erzeugungsschwankungen durch Wetterwechsel zu kompensieren, wie sie durch Flaute oder kräftige Brisen bei den Windgeneratoren entstehen. Vielmehr soll es auch das unterschiedliche Kundenverhalten optimal ausbalancieren. Kraftwerkskapazitäten und Verbrauchsanforderungen müssen flexibel zugeschaltet oder vom Netz genommen werden, um eine bestmögliche Auslastung der vorhandenen Netzkapazität zu gewährleisten.

Wertvolle Erfahrungen sammelt Vattenfall in Pilotprojekten in Berlin und Hamburg. So wurden beispielsweise in Berlin 10.000 Wohnungen mit intelligenten Zählern ausgestattet. Die Kunden können die Verbrauchsdaten individuell abrufen – ob mit einem einfachen digitalen Display oder aufbereitet auf einem Smartphone oder dem Fernseher. Außer der Erfassung des Verbrauchs, werden Prognosen errechnet, die Stromkosten ermittelt und auch die CO2-Bilanz ausgegeben. In der HafenCity Hamburg läuft ein gleichartiges Projekt.

Ein weiteres wichtiges Element des Smart Grid ist der Bereich der Elektromobilität. Der Grundgedanke: Wenn nachts der Verbrauch sinkt, die Windkraftanlagen aber weiter rotieren, speichern Elektro-Fahrzeuge den „überschüssigen“ Strom, um ihn tagsüber zu verfahren oder zurück ins Netz zu geben. Diese Funktionsweise wurde von Vattenfall mit weiteren Partnern bereits umfassend untersucht. Fundierte Erfahrungen auf dem Gebiet der Elektromobilität hat ebenfalls das Unternehmen Mennekes, Marktführer von industriellen Steckvorrichtungen und Hersteller von Ladesystemen. Ein von ihm entwickelter Ladestecker wurde zum europäischen Standard. „Es ist nicht die Frage, ob Elektromobilität sich durchsetzt, sondern nur, wann das sein wird“, erklärt Marketingleiter Burkhard Rarbach. Für das Jahr 2020 hat die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, eine Million E-Autos in Deutschland einzuführen. Auf der GET Nord wird das Unternehmen deshalb Ladestationen unterschiedlichster Art, von der frei stehenden Säule bis zur Wandladestation für die Tiefgarage präsentieren. Ergänzt wird das Angebot durch IT-Komponenten wie einen Leitstand, von dem aus verschiedene Stationen miteinander vernetzt und betrieben werden können. Dies ermöglicht unter anderem eine Autorisierung der Nutzer sowohl über RFID-Karte als auch per SMS über Handy an jedem einzelnen Ladepunkt. Rarbach: „Alle Produkte sind anschlussfertig ausgelegt, so dass sie von den Elektrotechnikern aus dem Handwerk problemlos installiert werden können, zum Beispiel bei Autohäusern, Banken, Hotels oder Einkaufszentren.“

Die GET Nord, einzige gemeinsame Fachmesse für die Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche ist vom 22. bis 24. November jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Mehr als 500 Aussteller präsentieren hier ihre neuesten Produkte, Systeme und Dienstleistungen. Eintritt: 15,00 Euro, Dreitageskarte 24,00 Euro.

Quelle: Hamburg Messe und Congress GmbH

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